Waisen

Dannys und Helens romantisches Abendessen wird jäh unterbrochen, als Helens Bruder Liam blutüberströmt ins Zimmer platzt. Nicht sein Blut, sagt er. Auf der Straße sei ein Junge niedergestochen worden, er habe ihm bloß geholfen. Danny will die Polizei rufen. Helen hindert ihn daran. Schließlich ist Liam vorbestraft, da ist es besser, keine Aufmerksamkeit auf ihn zu lenken. Danny lässt sich überreden, seinen Schwager zu schützen und ahnt nicht, in welch fatales Geflecht aus Halbwahrheiten, Lügen und Liebe er sich damit verstrickt. Denn Liam beginnt sich zu widersprechen...

 

Waisen ist weniger ein Krimi als eine Erkundung der Ängste und Loyalitäten, die uns dazu bringen, zu tun, was wir nicht tun sollten. Sowie die schmerzhafte Überprüfung, wie leicht unsere moralischen Grundwerte korrumpiert werden.

(The Guardian) 


In seiner Inszenierung für die Würzburger Theaterwerkstatt entwickelt Regisseur Uwe Bergfelder aus dem Stoff ein packendes Kammerspiel, das die Konflikte in den Figuren sinnlich greifbar macht. Neben der idealen Besetzung der Rollen liegt das in erster Linie an einer beeindruckenden darstellerischen Leistung aller Mitwirkenden. [...] Geradezu zwangsläufig steht am Ende dieses düsteren Stückes kein Happy-End. Gleichwohl ist es ein fesselnder Theaterabend und eine wohltuende Alternative zum sommerlichen Wohlfühl-Theater.
(MAINPOST, 6.7.2018)


Aufführungsrechte: Rowohlt Theater Verlag Hamburg

Übersetzer: John Birke